Sauforst - Vom Suchen und Finden der Heimat

1. Auflage 2017
216 Seiten, Hardcover

SüdOst Verlag
ISBN: 978-3-86646-785-9

Die Autorin Gerda Stauner macht in ihrem zweiten Roman das Geburtsjahr ihres Urgroßvaters zum Ausgangspunkt der Geschichte. Wie schon in ihrem Erstling Grasmond dienen die „Stoapfalz“ und die Stadt Regensburg als Kulisse für die Erzählung.
Anton Beerbauer wird an Mariä Lichtmess 1856 im „Sauforst“ als Sohn einer ledigen Mutter geboren. Die gerade entstandene Maxhütte, der Eisenbahnbau und die späte Industrialisierung des kargen Landstrichs verändern den ärmlichen und bäuerlichen Alltag dort für immer. Nach dem Tod der Mutter stellt Anton die Weichen für sein Leben ebenfalls neu. Er begibt sich auf eine lange Suche nach dem unbekannten Vater, nach seiner Bestimmung, seiner Heimat.
Über 150 Jahre später eröffnet sich auch für seine Urenkelin Annette durch die Auseinandersetzung mit der schicksalhaften Familiengeschichte die Chance, ihr Leben neu zu überdenken

 

„Die Autorin schildert im 21. Jahrhundert die Geschichte ihrer fiktiven Vorfahren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Spannend erzählt, gründlich recherchiert, mit dem nötigen Lokal-Kolorit, aber auch eine Art Soziogramm kleiner Leute in der Oberpfalz der damaligen Zeit. Ein Lesegewinn!“  (Franz Bumeder, BR Heimat)

 

„Mit diesem gelungenen Familienroman, der durchaus in der literarisch-sprachlichen Art von Edgar Reitz, August Kühn und Eduard Dietz gesehen werden kann, setzt Gerda Stauner, die aus der geographischen Oberpfälzer Tradition von Gottfried Kölwel und Margret Hölle stammt, einen wichtigen aussagekräftigen und niveauvollen Akzent in der bairischen Literatur! Großartig!“ (Bernhard M. Baron, Literaturportal Bayern)

 

„Vom Suchen und Finden der Heimat ist Stauners Roman untertitelt. Seite für Seite entrollt sich die Komplexität dieses so deutschen Begriffs: Mal ist es ein Ort oder eine Landschaft, mal ein geliebter oder fehlender Mensch, eine Familie oder die Anerkennung von außen, die dieses diffuse Gefühl hier und jetzt genau richtig zu sein hervorrufen. Oft, sehr oft, fehlt dieses Gefühl schlichtweg. Gerade deshalb finde ich den Roman großartig! Heimat ist eine beständige Suchbewegung, keine Konstante wie oft von konservativen und traditionalistischen Strömungen behauptet wird. Für Heimat hat keiner ein Patent. Vielmehr ist der Begriff ein offenes Denkmodell und es liegt an uns, mit welchen Komponenten wir ihn füllen. Wenn wir beginnen unseren Heimatbegriff mit absoluten und ausgrenzenden Kriterien zu definieren, dann beweisen wir nichts weiter als unseren Kleinmut, ein fehlendes historisches Wissen und mangelnde Weitsicht. Um an diesen Defiziten zu arbeiten empfehle ich die Lektüre dieses Romans nachdrücklich.“ (Claudia Eisenrieder, Kulturwissenschaftlerin)